Informationen zur aktuellen Situation in Hawaii

 

Seit Anfang Mai 2018 ist Hawaii in aller Munde: Vulkanausbruch, Lavaströme, zerstörte Häuser … Endzeitszenario. Eine Vielzahl von Informationen durchlaufen auch hierzulande die Medien. Dabei gibt es auch einige sehr ungenaue oder sogar falsche Aussagen.

Aber was ist wirklich in Hawaii los? Und wo genau?

Wir möchten die Situation nicht beschönigen, die aktuellen Lavaströme haben tatsächlich tragische Ausmaße - sowohl für Menschen, die Wirtschaft als auch für die Natur.

Fakt ist jedoch, dass dies nicht den kompletten US-Bundesstaat Hawaii betrifft, sondern eine kleine Region im Südosten der Insel Hawaii (Big Island), bekannt als Lower Puna District. Die anderen Regionen der Insel Big Island, wie die Kona Küste, Nord Kohala, das Hochland von Waimea, die Hamakua Küste und Hilo sowie die anderen Hawaii-Inseln Oahu, Maui, Kauai, Molokai und Lanai sind nicht betroffen.

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Auf diesen beiden Karten der Hawaii Tourism Authority kann man sehr gut den genauen Bereich erkennen:
Karte des Bundesstaates Hawaii und Karte von Hawaii - Big Island.

Im Südosten der Insel Hawaii-Big Island befindet sich die östliche Riftzone des Kilauea Vulkans. Dieser ist einer der aktivsten Vulkane der Erde und sein letzter Ausbruch dauert seit 1983 an. Ende April/Anfang Mai 2018 haben sich nun die Aktivitäten des Kilauea verändert.

Kurz und ganz einfach gesagt ist seitdem folgendes geschehen:
Der letzte Lavafluss war ausgehend vom Puu Oo Krater an der östlichen Riftzone des Kilauea. Dessen Kraterboden stürzte ein und der darin befindliche Lavasee floss ab. Kurz darauf gab es im Puna District in dem Ort Leilani Estates mehrere Spalteneruptionen. Aus etwa 20 Fissuren floss und fließt die Lava in Richtung Meer - und erreichte dieses bisher auch an 4 Stellen.

Dabei fielen der Lava nicht nur mehrere Hundert Häuser, Strom- und Telefonleitungen zu Opfer, sondern auch Naturlandschaften wie der Green Lake (einer der beiden Süßwasserseen Hawaiis) und einzigartige Küstenabschnitte mit natürlich geheizten Salzwasserpools (Hot Ponds).

Die aktiven Lavaflüsse werden von vulkanischen Gasen wie Schwefeldioxid (SO2) begleitet, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. An den Stellen, wo die glühende Lava auf Meerwasser trifft bildet sich sogenannter „Laze“. Dies sind ätzende Dämpfe, die auch Glaspartikel enthalten.

Zudem kommt es seitdem zu einer stark erhöhten seismischen Aktivität, das heißt es gibt in diesem Gebiet um den Kilauea zur Zeit zahlreiche kleinere bis mittlere Erdbeben.

Der komplette Puna District ist, verständlicherweise, zur Zeit für Touristen komplett gesperrt. Es handelt sich grob gesagt um die Gebiete südlich von Hilo.

Ebenfalls gesperrt ist zur Zeit der Hawaii Volcanoes National Park (mit Ausnahme der Kahuku Unit im südwestlichen Teil des Nationalparks).

Hier sank der Lavasee im Halemaumau Krater an der Kuppel des Kilauea inzwischen soweit ab, dass er an den Grundwasserspiegel reichte. Dies hatte und hat einige Explosionen und Aschewolken zufolge. Im Gebiet des Nationalparks, der Ortschaft Volcano Village und im sogenannten Kau District im Südwesten Big Islands kam es zu Ascheregen. Die zahlreichen Erdstöße haben im Hawaii Volcanoes National Park einige Schäden hinterlassen.
Informationen über die aktuelle Lage im Hawaii Volcanoes National Park erhalten Sie hier:
https://www.nps.gov/havo/planyourvisit/lava2.htm

Eine Folge der vulkanischen Aktivitäten und der Lavaflüsse ist VOG, vulkanischer SMOG. Dies ist eine Art Dunst bzw. Luftverschmutzung bestehend aus Wasser, Kohlendioxid, Feinstaub und Schwefeldioxid. In Abhängigkeit von Windstärke und -richtung kann dieser auch in andere Regionen Big Islands wie Kona oder Hilo, aber auch bis hin zu den anderen Hawaii-Inseln geweht werden.

Dieses Phänomen ist in Hawaii allerdings auch schon seit 1983 (bzw. bei jedem Vulkanausbruch) zu beobachten.

Je nach Intensität werden die Atemwege durch VOG gereizt, insbesondere bei Vorerkrankungen wie zum Beispiel Asthma.

Informationen zur Luftbelastung und dem Thema VOG erhalten Sie hier:
https://vog.ivhhn.org/ 
https://response.epa.gov/site/map_list.aspx?site_id=12766
http://mkwc.ifa.hawaii.edu/vmap/hysplit/

Wir haben noch einige weitere interessante Links für Sie zusammengestellt. Hier können Sie sich über die aktuelle Situation und Warnmeldungen in Hawaii und im speziellen auf Big Island informieren:

https://www.hawaiitourismauthority.org/news/alerts/kilauea-volcano-update/ 
https://www.hawaiitourismauthority.org/media/2152/kilauea-quick-facts1.pdf
http://www.hawaiicounty.gov/active-alerts
https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/status.html

Und was ist auf Kauai los?

Auch auf Kauai gibt es zur Zeit einige Einschränkungen zu beachten.

Nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen und damit einhergehenden Erdrutschen im April 2018 ist der Norden Kauais, hinter Hanalei bis zum Haena Stae Park mit dem Kee Beach, immer noch komplett für Touristen gesperrt. Auch der Kalalau Trail ist von der Sperrung betroffen.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
https://www.hawaiitourismauthority.org/news/alerts/kauai-flood-update/
http://dlnr.hawaii.gov/dsp/hiking/kauai/kalalau-trail/
https://kalalautrail.com/

21.06.2018

Fotocredit: © Island of Hawaii Visitors Bureau (IHVB)/Mahesh Thapa