Flusskreuzfahrt in Zeiten von Corona


Reisebericht Flusskreuzfahrt mit der MS Lady Diletta

„Das Moseltal und die Loreley“ 19.-25.07.2020


Endlich ging es wieder auf Reisen. Genauer gesagt, es ging auf eine Flussreise. Wir konnten es kaum erwarten an Bord der nagelneuen MS Lady Diletta von Plantours zu gehen. Erst am 24.06.2020 wurde das Flussschiff aus dem 4-Sterne plus Segment getauft. So freuten wir uns auf ein schickes, modernes Schiff.

Darüber hinaus waren wir gespannt, wie sich eine Flussreise in Zeiten von Corona anfühlt und wie Sicherheits- und Hygienekonzepte umgesetzt werden.

Start unserer Reise war Düsseldorf. An der Anlegestelle Rheinterrasse/Tonhalle angekommen, begrüßte uns bereits Kapitän Raul Kraaier. Die Koffer wurden entgegengenommen, deren Griffe desinfiziert und unsere Temperatur gemessen. Diese war passend und wir konnten sogleich auf das Schiff. An der Rezeption gaben wir noch unsere Gesundheitsfragebogen ab, hinterlegten unsere Kreditkarte und erhielten die Zimmerkarten für unsere Kabine. Da die Kabinen erst nach 15 Uhr bezogen werden konnten, hatten wir nun noch Zeit die Lady Diletta zu erkunden.

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Auf einem Flussschiff läuft übrigens alles genauso ab, wie im Corona-Alltag üblich. Der Mund-Nasen-Schutz wird angelegt sobald man das Schiff betritt und wird dort in allen öffentlichen Bereichen getragen. Abnehmen kann man den MNS natürlich in seiner Kabine, sobald man in Restaurant oder Lounge am Platz sitzt und im Außenbereich auf dem Sonnendeck. Die Crew trägt zum Schutz der Gäste überall eine Maske. Das Prinzip findet aktuell bei allen Flussreisen Anwendung.

Zunächst zog es uns auf das Sonnendeck. Hier gab es nicht nur Raucherbereiche, sondern auch Tischgruppen und Sonnenliegen - alles coronakonform mit Abstand platziert.

Eine Besonderheit bei Flusskreuzfahrten liegt darin, dass bei der Passage von niedrigen Brücken das Sonnendeck gesperrt wird. Aufbauten wie Sonnenschutz oder auch die Reling werden weggeklappt und die Kommandobrücke heruntergefahren. Bei der Lady Diletta liegt der vordere Bereich des Sonnendecks ein halbes Deck tiefer, so dass dieser auch bei der Passage von niedrigen Brücken genutzt werden kann. Auf diesem Schiff liegt übrigens auch das Steuerhaus „mittendrin“ und man kann dem Kapitän beim Steuern quasi über die Schulter schauen.

Pünktlich konnten dann die Kabinen bezogen werden. Wir hatten eine 2-Bett Kabine mit französischem Balkon auf dem obersten Deck, dem San Marco Deck (Deck 3). Mit ca. 16 qm Fläche war sie für ein Flussschiff recht geräumig, geschmackvoll eingerichtet und verfügte über ein modernes Bad mit Dusche. Schränke und Schubladen boten uns ausreichend Stauraum und unsere Koffer fanden unter den Betten einen guten Platz. Die Panoramafenster ließen viel Licht in die Kabine und auf den beiden Sesseln davor konnte man es sich gemütlich machen. Die weitere Ausstattung umfasste Safe, Minibar, Haartrockner sowie eine regulierbare Klimaanlage. Bademäntel und Schlappen lagen auf dem Bett bereit.

Auf 3 Decks verfügt die Lady Diletta über 6 verschiedene Kabinenkategorien: 

Suiten mit einem kleinen Balkon (ca. 21 qm), Junior Suiten mit französischem Balkon (ca. 18 qm), 2-Bett Kabinen mit französischem Balkon (ca. 16 qm) sowie eine Einzelkabine mit französischem Balkon (ca. 12 qm) jeweils auf Deck 2 und 3 (Rialto bzw. San Marco Deck) sowie 2-Bett Außenkabinen (ca. 15,5 qm) und Einzelkabinen außen (ca. 11,5 qm) auf Deck 1 (Accademia Deck).

Auch die Koffer befanden sich schon auf der Kabine, genau wie das Tagesprogramm und eine Karte, der wir unsere Essenzeit sowie die Tischnummer entnehmen konnten.

Die Tischzeiten im Restaurant fanden Mittags und Abends in 2 Sitzungen statt, damit die coronabedingten Abstände eingehalten werden konnten. Dafür nahm man jeweils am selben Tisch Platz. Das Frühstück wurde mit freier Tischwahl in Buffetform angeboten, jedoch ohne Selbstbedienung.

Und, da eine Flusskreuzfahrt ja seine festen Termine hat, war es nun auch schon Zeit für Kaffee und Kuchen bzw. kleine Sandwiches in der Lounge - wie jeden Nachmittag während der Reise.

Zum Ablegen begaben wir uns dann wieder auf das Sonnendeck und ließen die Skyline von Düsseldorf entspannt an uns vorbeiziehen. 

Der nächste Pflichttermin folgte dann mit der Vorstellung von Kapitän, Kreuzfahrtleitung und Hotelmanager sowie der vorgeschriebenen Rettungsübung in der Lounge. „Versüßt“ wurde die Veranstaltung mit einem Gläschen Sekt als Willkommensdrink. Daran schloss sich sogleich das erste leckere Abendessen an Bord an. Vorspeise, Suppe, 3 Hauptgerichte zur Wahl (Fisch, Fleisch, Vegetarisch) und Nachtisch bestehend aus einer Süßspeise, Käse oder Obst waren jeden Abend vorgesehen.

Erster Stopp unserer Flussreise über Rhein und Mosel war am nächsten Vormittag Koblenz. Dort lag die Lady Diletta ganz zentral auf der Moselseite der Stadt. Wer keine Ausflüge gebucht hatte, konnte von dort aus die Innenstadt, das Deutsche Eck, die Seilbahnstation zur Festung Ehrenbreitstein und auch das Kürfürstliche Schloss Koblenz auf einem Spaziergang bequem erreichen und auf eigene Faust erkunden.

Um 13:45 Uhr hieß es dann „Alle Gäste zurück an Bord!“ und die MS Lady Diletta nahm auf der Mosel Kurs Richtung Cochem. Die schöne Mosellandschaft genossen wir ganz entspannt von unserem Lieblingsplatz aus, dem Sonnendeck. Auf unserem Weg nach Cochem lagen 3 der 10 Schleusen, die wir auf unserem weiteren Weg bis Trier passieren sollten. Wir finden auf Flusskreuzfahrten die Passage von Schleusen immer recht spannend und haben Spaß, diese zu beobachten, so war auch hier bestens für unsere „Unterhaltung“ gesorgt.

Auf der Moselstrecke von Koblenz bis Trier liegen 10 Schleusen, deren Kammern jeweils gerade einmal 12 bzw. 12,5 Meter breit sind (die MS Lady Diletta hat übrigens eine Breite von 11,45 Metern). Die Fallhöhen in den Staustufen reichen von 4,70 bis 9 Metern.

Abends erreichten wir Cochem. So gab es noch die Gelegenheit für einen Abendspaziergang, denn auch hier war die Anlegestelle sehr zentral.

Am nächsten Vormittag bummelten wir ein wenig durch die Cochemer Altstadt und entlang der Mosel. Von dort aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Reichsburg und entschieden, den Aufstieg dorthin erst bei unserem nächsten Besuch in Cochem anzugehen 😉.

Gegen 13 Uhr setzte die MS Lady Diletta dann die Flussreise über die Mosel fort und wir verbrachten wiederum eine erholsame Zeit an Deck und ließen die schöne Landschaft an uns vorüberziehen - natürlich nicht, ohne ein paar Erfrischungsgetränke sowie Kaffee und Kuchen.

Am frühen nächsten Morgen legten wir in Trier an und hatten hier wieder bis 12:45 Uhr Zeit die Stadt ein wenig zu erkunden. Wir hatten wiederum keinen Ausflug gebucht, sondern wollten uns einfach ein wenig treiben lassen. Auch das gehört für uns zu einer Flusskreuzfahrt dazu.

Wir spazierten vom Anleger am Zurlaubener Ufer vorbei an der Porta Nigra zum Hauptmarkt, dem Trierer Dom und der Liebfrauenkirche sowie der Konstantinbasilika bis hin zum Kurfürstlichen Palais, von wo aus wir noch einen Blick zu den Kaiserthermen werfen konnten. Pünktlich zum Ablegen waren wir wieder auf dem Schiff und konnten erneut eine entspannte Auszeit während dem sanften Dahingleiten durch die Mosellandschaft verbringen. Ziel war am frühen Abend der Weinort Bernkastel-Kues.

Auch hier unternahmen wir am folgenden Vormittag einen Stadtbummel durch die Altstadt von Bernkastel und pünktlich um 12 Uhr ging es dann wieder weiter über Mutter Mosel in Richtung Vater Rhein.

Damit die Gäste die schöne Mittelrheinpassage am nächsten Tag im Tageslicht genießen konnten, wurde ein Übernachtungsstopp in Alken eingelegt. Am frühen Morgen machte sich die Lady Diletta dann auf den Weg und wir passierten nach kurzer Zeit schon wieder das Deutsche Eck in Koblenz. Die schöne Rheinlandschaft mit ihren Burgen, Schlössern, Festungen und Weinbergen genossen fast alle Gäste ganz gemütlich vom Sonnendeck aus und zur Passage der Loreley wurde ein Gläschen Sekt gereicht.

Um die Mittagszeit legten wir dann in Rüdesheim an, wo am Nachmittag ein Besuch der bekannten Drosselgasse natürlich auch nicht fehlen durfte. 

Leider war dies dann auch der letzte Tag unserer Flusskreuzfahrt. So verabschiedeten sich gegen Abend Kapitän, Kreuzfahrtleiterin und Hotelmanager bei einem Abschiedscocktail in der Lounge und das Küchenteam zauberte noch ein Abschieds-Gala-Abendessen.

Anschließend legte die MS Lady Diletta in Rüdesheim ab und machte sich auf den Weg zurück nach Düsseldorf. Und wir ließen unseren letzten Abend an Bord nochmals bei einem Getränk in der Lounge ausklingen.

Die Ausschiffung am nächsten Morgen in Düsseldorf erfolgte reibungslos. Ein letztes Frühstück konnte eingenommen werden, dann wurden zunächst die Koffer der Gäste vom Schiff gebracht bevor diese dann auch das Schiff verließen … bzw. verlassen mussten. 


Fazit:
Uns hat diese kurzweilige Flussreise auf Rhein und Mosel sehr gut gefallen. Das Wetter spielte super mit und machte die ohnehin schönen Landschaften rechts und links am Ufer noch etwas attraktiver. Unser Lieblingsplatz war das Sonnendeck, wo wir immer eine erholsame Zeit verbringen konnten.

Auch die Liegezeiten des Schiffs fanden wir optimal. Sie erlaubten eine gute Mischung an Sightseeing, Spaziergängen und Chillen. Jede Ortschaft konnte sowohl im Alleingang als auch auf einem Ausflug der Reederei erkundet werden - ganz nach den persönlichen Vorlieben.

Zugegeben, wir hatten auf dieser Tour als Gast den Vorteil, dass die besuchten Städte zu keiner Zeit überlaufen waren. Corona geschuldet fehlten natürlich eine Menge internationaler Touristen.

Die MS Lady Diletta ist ein schickes Flussschiff der neuesten Generation: hell, modern und freundlich. Die Crew war sehr betriebsam und jederzeit supernett. Kulinarisch gab es überhaupt nichts auszusetzen. Wir empfanden die Gerichte abwechslungsreich, stets wohlschmeckend und reichlich. Und auch die Corona-Auflagen wurden gut umgesetzt.

Alles in Allem war dies eine wunderbare, abwechslungsreiche und dennoch erholsame Auszeit. Wir freuen uns schon auf unsere nächste Flusskreuzfahrt auf dem Rhein.


Haben wir Ihr Interesse an Flusskreuzfahrten ein wenig geweckt? Haben Sie Fragen zum Urlaub auf dem Fluss? Oder speziell zur MS Lady Diletta? Dann sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne.

Auch für 2021 hat Plantours wieder charmante Deutschlandreisen mit der MS Lady Diletta geplant. So soll sie ab März 2021 zur Tulpenblüte in Richtung Holland aufbrechen und auch wieder die malerischen Flusslandschaften an Rhein, Mosel und Main bereisen.

Ganz neu sind dabei 10-tägige innerdeutsche Flussreisen von Düsseldorf nach Regensburg (und umgekehrt) im Mai, Juli und September 2021. Wir informieren Sie gerne zu Buchung, Terminen und mehr. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit uns - persönlich, telefonisch oder im digitalen Kundengespräch. Weil es Ihre Reise ist.